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Das REB -
und OBSTJAHR 2017 Die früheren Jahre: |
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Das Reb-und Obstjahr 2017 Das Wetter im Januar/Februar Der kälteste Januar seit ca. 30 Jahren, der Schnee
blieb auch im Tal längere Zeit liegen. Ab Mitte Februar wird es teilweise sehr warm (bis 20
Grad) und ab und zu weht heftiger Föhn. Ideales Wetter zum Schneiden der
Reben. |
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1.April im
Wingert: Auszug aus dem Rebblatt von Hans
Jüstrich: Die Reben erwachen, die Knospen haben
die Deckschuppen mehrheitlich abgestreift. Als Folge der zurzeit
frühlingshaften, beinahe sommerlichen Temperaturen wird in den nächsten Tagen
die „Post“ abgehen. In den mittleren und späteren Lagen
werden die Rebknospen schätzungsweise in einer Woche das Wollstadium
erreichen. MeteoSchweiz meldet, dass mit dem
zweitwärmsten März seit Messbeginn zu rechnen sei. Nur der März 1994 sei noch
wärmer gewesen. In allen
Wingerten sind jetzt die Reben aufgebunden und das Rebholz zwischen den
Rebzeilen ist gemulcht worden. Der April
verlief gut, viel Sonnenschein und zügiges Wachstum der Reben. |
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Und dann kam
gegen Ende April der Frost. Hätte es doch nur geschneit. Doch leider verzogen sich
am 20.April in der Nacht zum Donnerstag die Wolken, es wurde klirrend kalt.
Zuerst zwei Frostnächte, viele Triebe wurden stark beschädigt, dann folgten
noch einmal Frostnächte, die den Schaden noch einmal verstärkten. Und das in allen Wingerten, der Weissburgunder ist
etwas stärker betroffen. Wie gross der Schaden am Schluss ist, wird sich erst
zeigen. Wir hoffen aber, dass die Nebenknospen und schlafende Augen noch
austreiben. Jetzt heisst es abwarten und sehen, ob diese Schosse
auch Gescheine (Trauben) tragen werden. Gemäss landwirtschaftlichem Zentrum St. Gallen liegen
die Ausfälle in der Ostschweiz je nach Sorte zwischen 20 und 95%. |
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Mai – Juni Das Wetter zeigt
sich wieder oftmals von der schönsten Seite. Die Triebe
wachsen, auch sind noch viele Augen ausgetrieben. Der Schaden wird
hoffentlich gar nicht so gross sein. Mitte Juni Einzelne Beeren
sind schon schrottkörnig, andere, die erst nach dem Frost gewachsen sind,
blühen erst. Gegen Ende Juni
kommen jetzt richtige Hitzetage, schon könnten wir wieder etwas mehr Regen
brauchen – aber wir sind scheinbar nie ganz zufrieden. |
Vegetationsstand
Weissburgunder Mitte Juni
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Juli Im Juli stöhnte
man längere Zeit unter der sehr grossen Hitze und Trockenheit. Die Reben aber
lieben Wärme und sind deshalb in den heissen Tagen sehr stark gewachsen. Ein
altes Sprichwort sagt: „Einer Rebe und einer Geiss ist es nie zu heiss!“. Die Reben haben
auf die Schäden vom Spätfrost reagiert und haben in der Mitte des Stockes
viele neue Triebe gebildet - erfreulicherweise auch mit schönen starken
Trauben. So wird sich der Schaden in Grenzen halten, obwohl beim
Weissburgunder der Ausfall immer noch gegen 40% liegen wird. Ende Juli kommt
nicht nur Regen, sondern es wird eine Woche lang recht kalt mit Schnee in den
höheren Bergen. Also längere
Zeit zu heiss und dann zu kalt für die Jahreszeit. Dann Ab Ende
Juli bis 28.August eine schöne, heisse Zeit mit nur wenig kalten
Unterbrechungen. Nun folgen fast
ohne Unterbruch kalte und nasse Tage bis 20.September. |
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Wimmeln 2017 Nach den zwei
Frostnächten Mitte April waren viele Triebe abgefroren, dies dämpfte unsere
Erwartungen auf ein gutes Rebjahr. Zum Glück haben
die Reben auf die Schäden vom Spätfrost reagiert und bildeten in der Mitte des
Stockes viele neue Triebe - erfreulicherweise auch mit schönen starken
Trauben. Die grosse Hitze im Sommer lies die Trauben schnell reifen, aber die
folgende kaltnasse Zeit hat doch zu einigem Fäulnisbefall geführt, was das
Lesen recht zeitaufwendig machte. So mussten wir
dieses Jahr sehr früh ernten – am 23.September Weissburgunder, am
28.September die Trauben für den Rosé, am 30. September war die Hauptlese in
den Blauburgunderlagen Hansmarti, Röser und Halde, der Chambourcin wurde am
2.Oktober angeliefert. Weil viele
spätblühende Trauben nicht die gleiche Reife aufwiesen, hat Silvy diese mit
‚Klüppli‘ markiert und die mussten (nicht gerade zur Freude der Wimmlerleute)
in separate Kisten geerntet werden. Diese Trauben hatten ca. 10 Grad Oechsle
weniger und wurden zu Rosé verarbeitet. Zusammenfassend können wir mit Freude
zur heurigen Ernte folgendes sagen: Die
Weissburgunderernte entsprach in der Menge etwa einem mittleren Jahr, in den
Keller kam schönes Traubengut. Bei den
Blauburgundertrauben für den Stahltankausbau und für das Barrique konnten wir
96 bis 100 Grad Oechsle messen, die Menge entsprach einem mittleren Jahr, wir
sind also mit dieser Ernte glücklich und zufrieden. Das Wimmeln
beanspruchte dieses Jahr Zeit und Geduld. Wir sind
dankbar, dass so viele Helfer den Weg in unsere Wingerten fanden – ganz
herzlichen und grossen Dank dafür. |
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22.Oktober Alle Weine sind
abgepresst und durchgegoren. Bis jetzt läuft alles
gut. Schon bald
werden die Weine zum ersten Mal von der Hefe abgezogen. Der Trester ist
in Fässer abgefüllt und wird dann nächstens zum Brenner gebracht – da
entsteht dann der neue Marc. Alle Wingerten
leuchten jetzt in den schönsten Farben. |
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